Die Blockflöte ist ein Holzblasinstrument, worauf auch ihr historischer Name "flauto" hinweist, der auf das lateinische "inflatus" (Blasen) zurück geht. In vielen romanischen Sprachen heißt die Blockflöte heute immer noch "flauto".
Blockflöten gibt es seit Jahrtausenden in allen Völkern und Kulturen. Sie gehört zu den ältesten und auch heute noch gespielten Instrumenten. Archäologische Funde weisen Frühformen der Blockflöte, aus Knochen gefertigt, seit der Steinzeit auf – über 35.000 Jahre alt, ausgegraben auf der Schwäbischen Alb.
Im 16. Jahrhundert fing man an, Blockflöten entsprechend den menschlichen Gesangsstimmlagen (Sopran, Alt, Tenor, Bass) in verschiedenen Größen zu bauen und folgte damit dem musikalischen Ideal dieser Zeit.
Ihre Blütezeit hatte die Blockflöte im Barock (ca. 1600–1750); in den letzten Jahrzehnten erfreut sie sich auch mit modernerer Musik immer größerer Beliebtheit.
Hier kleine, "hausgemachte" Klangbeispiele und Videos:
Quellen: nach Moeck/Mollenhauer
Josef Wagner wurde in eine musikalische Familie hineingeboren. Schon früh, im Kindergarten, begann er Blockflöte zu spielen. Seine professionelle Instrumentalausbildung erfolgte studienbegleitend vor, während und nach seinem wissenschaftlichen Studium an der Uni Tübingen durch intensive Privatstudien und Weiterbildungen an der Blockflöte u. a. bei Herrn Prof. Dr. Peter Thalheimer und Prof. Karel van Steenhoven sowie an der Querflöte bei Wiltrud Böckheler und Prof. Gaby Pas Van-Riet. Josef Wagner schloss sein Studium der Musikwissenschaft (Promotion 2005) und Empirischen Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen 1988 ab. Seine „Lizenz“ zum Blockflötenlehrer hat er mit Bestnote 1993 in Trossingen erworben.
Jahrzehntelange Unterrichtserfahrung, Fachpraxis, Weiterbildungen und eigenes Engagement leiten seinen Unterricht mit einer immer stärker werdenden Faszination des Begleitens und Werdens der musikalischen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen. Ein besonderes Anliegen ist ihm die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Fächer: nicht nur bei Wettbewerbsvorbereitungen, sondern auch in der Breitenarbeit, um den musikalischen und sozialen Horizont sowie die persönlichen Erfolgserlebnisse seiner Schüler zu erweitern und damit ihre Wege zur Musik auf eine breite Basis zu stellen, die das gemeinsame Musizieren zum besonderen Erlebnis macht.
Nach Stationen in Tübingen, Ditzingen, Baiersbronn, Freudenstadt, Geislingen und Steinenbronn unterrichtet er seit 2022 für die Flötentöne e. V. Steinenbronn und 2023 in Waldenbuch.
(Foto: Bernd Eidenmüller)