Förderverein Flötentöne e.V. Die Musikschule für Steinenbronn
Förderverein Flötentöne e.V. Die Musikschule für Steinenbronn

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Tango, Tasten und Tanzbeine

Am Freitag, 23. Oktober 2026, lud der Förderverein Flötentöne e. V. zu einem Abend voller Tango, Tastenklang und Marimba ein. Schon die Besetzung versprach Besonderes: Jasmin Kolberg an der Marimba und Patrick Bopp am Klavier ließen zwei sehr unterschiedliche Instrumente auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen. Das Klavier setzte klare Konturen und rhythmische Akzente, die Marimba antwortete mit warmen, schimmernden Klangfarben. Mal tänzerisch und präzise, mal ruhig und innig – zwischen den beiden entstand ein lebendiger musikalischer Dialog.

Charmant und elegant führte Jasmin Kolberg durch das Programm. Mit Einblicken in die Lebensstationen Astor Piazzollas gab sie seiner Musik einen biografischen Rahmen und dem Publikum einen persönlichen Zugang zu seinem Werk.

Neben Piazzollas Tangokompositionen sorgten Werke von J. S. Bach, Eric Sammut und Claude Debussy u. a. für reizvolle Kontraste. Sammuts Rotation I und Rotation II rückten die Marimba ins Rampenlicht und zeigten, wie virtuos und einfühlsam Kolberg ihr Instrument beherrscht. Debussys Doctor Gradus ad Parnassum eröffnete eine fein nuancierte Klangwelt. Wie wandlungsfähig diese Besetzung doch ist!

Patrick Bopp erwies sich als kongenialer Klavierpartner. Mit Kostproben aus seiner Mitsingreihe „Aus voller Kehle für die Seele“ lud er den voll besetzten Bürgersaal zum Mitmachen ein – und brachte das Publikum tatsächlich aus voller Kehle zum Singen.

Im Mittelpunkt aber stand Piazzolla: Seine Musik pulsiert, packt und berührt – rhythmisch mitreißend, zugleich melancholisch und voller Ausdruckskraft. In der Besetzung für Klavier und Marimba bekam sie einen frischen, kammermusikalischen Originalität. So wurde die Histoire du Tango zu einer abwechslungsreichen Reise durch verschiedene Klangwelten.

Tosender Applaus und mehrere Zugaben waren noch nicht das Ende des Abends: Stühle wurden beiseite gerückt, das Parkett wurde zur Tanzfläche – und endlich kamen auch die Tanzbeine zum Einsatz: Bei der anschließenden Milonga, dem geselligen Tangoabend, belebten schwungvolle Schritte, fließende Bewegungen und eindrucksvoll ausgeführte Ganchos das Parkett.

Wer von Marimba noch nicht genug hat: Am 20. und 22. November lädt Jasmin Kolberg in Steinenbronn zum Hauskonzert. Tickets unter www.jasmin-kolberg.com.

Herzliche Einladung zum Konzert "Histoire du Tango"

 

mit Jasmin Kolberg (Marimba) und Paddy Bopp (Klavier, Gesang)

 

am 23. Oktober 2026

im Saal des Bürgerhauses Steinenbronn

 

– anschließend Milonga mit DJ –

Zuwendung der VR aus dem Gewinnspartopf:

Wir haben von der Volksbank aus dem VR-GewinnSpartopf eine Zuwendung erhalten:

Das Kuratorium, bestehend aus unabhängigen Vertretern der Region, hat am 04. Mai 2026 in seiner Sitzung unseren Antrag für eine Förderung ausgewählt. Wir sind sehr dankbar und freuen uns sehr, dass die VoBa unsere Vereinsarbeit mit der Fördersumme von 1.000,00 EUR aus dem VR-GewinnSpartopf wesentlich unterstützt! 

Tag der offenen Tür am 10. Mai 2026

Die Geschichte von der schönen Lau

Der Dichter Eduard Mörike ließ sich 1853 von der intensiven blauen Farbe der Quelle zu einer romanti­schen Erzählung von der schönen Lau inspirieren. Er entdeckte in dem „großen runden Kessel ei­nes wun­dersamen Quells“ eine schier bodenlose Unergründlichkeit, die „mit Worten nicht wohl zu be­schreiben“ sei: „Die dunkle, vollkommen blaue Farbe der Quel­le, ihre verborgene Tiefe und die wilde Na­tur der ganzen Umgebung ver­leihen ihm ein feierliches, geheimnisvolles Ansehen.“

Diese Geschichte inspirierte den Verein Flötentöne e. V. zur einer Dar­stellung am Tag der offenen Tür, am 10. Mai 2026, in der Turn­halle in Steinen­bronn. Tanz und akrobatische Kunststücke des Zirkus' begleitet von Flöten, Gitarren, Klavier und Geige, erfreuen Aug' und Ohr. Herzliche Einladung hierzu! Nicht verpassen (14.30 Uhr)!

 

"Ihr Leib war allenthalben wie eines schönen, natürlichen Leibes, dies eines ausgenommen, dass sie zwischen den Fingern und Zehen eine Schwimmhaut hatte, blühweiß und zarter als ein Blatt vom Mohn … "

So beginnt die "Historie von der schönen Lau" von Eduard Mörike, in der die Wassernixe am Blautopf das Lachen wieder lernte. Ihr Gemahl, ein alter Donaunix, hatte sie in die Blautopfquelle verbannt, nachdem sie ihm aus lauter Traurigkeit nur tote Kinder gebar. Erst wenn sie fünf Mal von Herzen lacht, sollte der Fluch von ihr weichen.
Mit einem ganzen Hofstaat an Kammerzofen und Mägden ausgestattet, lebte sie zurückgezogen in ihrem unterirdischen Palast. Es bedurfte einer echten Schwäbin, der Nonnenhofwirtin Betha Seysolffin, eines geraubten Kusses, eines Kindernachttopfs und auch jenes bekannten Zungenbrechers

»'s leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura,
glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei«

um sie zu erlösen. Der Donaunix kam geschwommen, der Blautopf lief über und mit ihm das neue Liebesglück. Zum Abschied verspricht die Nixe, mit dem Kindlein auf dem Arm wiederzukommen.

(Quelle: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V., 2026)

 

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