Die Geschichte von der schönen Lau
Der Dichter Eduard Mörike ließ sich 1853 von der intensiven blauen Farbe der Quelle zu einer romantischen Erzählung von der schönen Lau inspirieren. Er entdeckte in dem „großen runden Kessel eines wundersamen Quells“ eine schier bodenlose Unergründlichkeit, die „mit Worten nicht wohl zu beschreiben“ sei: „Die dunkle, vollkommen blaue Farbe der Quelle, ihre verborgene Tiefe und die wilde Natur der ganzen Umgebung verleihen ihm ein feierliches, geheimnisvolles Ansehen.“
Diese Geschichte inspirierte den Verein Flötentöne e. V. zur einer Darstellung am Tag der offenen Tür, am 10. Mai 2026, in der Turnhalle in Steinenbronn. Tanz und akrobatische Kunststücke des Zirkus' begleitet von Flöten, Gitarren, Klavier und Geige, erfreuen Aug' und Ohr. Herzliche Einladung hierzu! Nicht verpassen (14.30 Uhr)!
"Ihr Leib war allenthalben wie eines schönen, natürlichen Leibes, dies eines ausgenommen, dass sie zwischen den Fingern und Zehen eine Schwimmhaut hatte, blühweiß und zarter als ein Blatt vom Mohn … "
So beginnt die "Historie von der schönen Lau" von Eduard Mörike, in der die Wassernixe am Blautopf das Lachen wieder lernte. Ihr Gemahl, ein alter Donaunix, hatte sie in die Blautopfquelle verbannt,
nachdem sie ihm aus lauter Traurigkeit nur tote Kinder gebar. Erst wenn sie fünf Mal von Herzen lacht, sollte der Fluch von ihr weichen.
Mit einem ganzen Hofstaat an Kammerzofen und Mägden ausgestattet, lebte sie zurückgezogen in ihrem unterirdischen Palast. Es bedurfte einer echten Schwäbin, der Nonnenhofwirtin Betha Seysolffin,
eines geraubten Kusses, eines Kindernachttopfs und auch jenes bekannten Zungenbrechers
»'s leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura,
glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei«
um sie zu erlösen. Der Donaunix kam geschwommen, der Blautopf lief über und mit ihm das neue Liebesglück. Zum Abschied verspricht die Nixe, mit dem Kindlein auf dem Arm wiederzukommen.
(Quelle: Schwäbische Alb Tourismusverband e.V., 2026)